Schräge Typen und komische Vögel, oder vom Umgang mit anstrengenden Mitmenschen.

Lebenskunst besteht zu 90% aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.        Sam Goldwyn 

Dies sollte das Thema der Single-Freizeit, die am 21.-23.09.2001 in einem Jugendheim in Sauerland geplant war, sein. Man gründete Fahrgemeinschaften, packte und plante, als plötzlich am 20.09. spätabends die Nachricht kam, dass die Freizeit nach Bad Salzuflen verlegt wird. Aufgrund eines Buchungsfehlers bekam Agathe statt einer Bestätigung eine Absage. Es ist ein Wunder, das ihr gelang in wenigen Minuten ein Heim zu finden, das bereit war am nächsten Tag 26 Personen aufzunehmen. Und so versammelten sich die Singles im Haus Bergfrieden im schönen Lipperland. Dieses Haus wurde 1913 von den Diakonen aus Bethel erbaut und als christliches Erholungsheim genutzt. Leider muss das Haus verkauft werden, so kam es, das wir die letzten Gäste in diesem liebevoll geführten, schönen Heim waren.

Am Samstag führte Arthur Rempel (Mitarbeiter von LOGOS) uns in das Thema ein. Wir sprachen über Dinge, die einen Mitmenschen schwierig machen und Möglichkeiten damit umzugehen. Anschaulich wurde es an biblischen Beispielen von König Saul und den Brüdern von Josef.

Am Sonntag wurde das Thema in einer Gruppenarbeit vertieft. Anhand des Buches „Einfach nerwig, vom Umgang mit anstrengenden Mitmenschen“ von Les Parrot wurden die 15 Typen schwieriger Zeitgenossen und Umgang mit denen besprochen. Zum Schluss gab es den Selbsttest. Einige (222) Fragen mussten ehrlich und spontan beantwortet werden. Und es bleibt für immer ein Geheimnis wie viele Kritiker, Miesmacher, Vulkane, Plaudertaschen, Verräter, Arbeitstiere, Chamäleone und Märtyrer dabei waren. „Wir alle – jeder einzelne von uns sind Engel mit nur einem Flügel und wir können nur fliegen, wenn wir es arm in arm tun“ von Luciano de Crescendo. Obwohl es regnete, erkundete so mancher Teilnehmer  in der Freizeit den schönen Badeort. Die weniger „Wetterfesten“ erlebten eine Farbberatung. Einigen hatte es der alte Plattenspieler und eine umfangreiche Sammlung geistlicher und klassischer Musik angetan. Und so lauschte man den Tönen, die schon vor langer Zeit die anderen erbauten oder nachdenklich stimmten.

Im Namen aller Teilnehmer möchte ich mich bei Agathe und ihrem Team, Heimleiter und Mitarbeiter des Hauses Bergfrieden für das gelungene Wochenende bedanken.

Anna Wall, Detmold